Als Andreas Proeve 1981 nach einem schweren Verkehrsunfall das Krankenhaus im Rollstuhl verließ, begann für ihn ein Neustart in ein Leben, geprägt von Abenteuern, Herausforderungen und Grenzgängen. In Handarbeit folgte er dem Ganges von der Mündung zur Quelle quer durch Indien. Er fuhr den Mekong hinauf und erreichte als erster Rollstuhlfahrer die Quelle im Tibetischen Hochland und stand ein paar Jahre später auch an der Quelle des Jangtze in über 5000 Meter Höhe. Er durchquerte unter schwierigsten Bedingungen die Wüsten des Vorderen Orients zwischen Jordanien, Syrien und dem Iran und reiste allein vierzehn Mal durch Indien auf der Suche nach dem Mythos, der dieses Land umgibt.
Wann immer er zu neuen Ufern aufbrach, stets stand die Überzeugung dahinter, dass eine schlechte Startposition kein Grund zum Resignieren ist. Im Gegenteil, der Reiz, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen trieb ihn an und die Überzeugung, dass jeder selbst nur seines Glückes Schmied sein kann. Voraussetzung dafür ist das positive Grundrauschen in seinem Innern, das ihn befähigt selbst in hoffnungslosen Situationen einen Weg zum Ziel zu finden.
In seiner Präsentation berichtet er mit erstklassigen Fotos und Videos beispielhaft vom Scheitern und Erfolg, von Begegnungen mit faszinierenden Menschen auf seinen Reisen, von atemberaubenden Landschaften und den Strapazen, die er durchlebt hat, um seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Doch egal wovon er erzählt, immer infiziert er sein Publikum mit seiner Lebensfreude, seinem Humor und seinem grenzenlosen Optimismus.

Nicht das gute Blatt auf der Hand fordert heraus, sondern mit schlechten Karten gut zu spielen.