Alle lieben Kuba: Seit sich die Inselrepublik auch der nichtsozialistischen Welt öffnete, kommen Prominente wie Papst Franziskus, der damalige US-Präsident Barack Obama, die Rolling Stones und Karl Lagerfeld hierher und Reisende aus aller Welt folgen ihnen. Doch um wirklich zu verstehen, in welch tiefgreifendem Wandel sich das Land gerade befindet, genügt keine kurze Stippvisite. Dafür braucht es jemanden wie Tobias Hauser, dem selbst von Kubanern »der Blick eines Kubaners« attestiert wird.

Nur wenige Fotojournalisten sind mit Kuba so vertraut wie Tobias Hauser. Seit 1998 besucht der ausgewiesene Kuba-Kenner die Karibikinsel regelmäßig. Längst ist er fest mit ihr verbunden, kennt sie fast besser als seine Heimat Freiburg im Breisgau. Doch Kuba ist voller Überraschungen, gerade in Zeiten des Wandels.

Für seine Live-Reportage »Kuba – im Wandel« macht sich Hauser auf die Suche nach Veränderungen im Land. Was ist aus dem sozialistischen Traum geworden? Seit über 60 Jahren versuchen die Kubaner, eine Utopie zu leben, deren Scheitern viele Gesichter hat: Leere Geschäfte, brachliegende Felder, fehlende Freiheiten, Unrecht. Seit Fidel Castro gestorben ist, keimt die Hoffnung auf Verbesserungen. Doch welche Möglichkeiten bieten die zarten Samen der freien Marktwirtschaft, die inzwischen zaghaft zu sprießen beginnen?

Dass es einem Fremden gelungen ist, diese Aura des Kubanischen zu fühlen und in seinen Bildern einzufangen, ist eine ungewöhnliche künstlerische Leistung, die Tobias Hauser uns Kubanern und der Welt geschenkt hat.
(Fernando Pérez, kubanischer Filmregisseur)

Tobias Hausers Reportage gewährt seltene Einblicke in die Lebensrealität der Menschen, wie sie die meisten Außenstehenden noch nicht gesehen haben: authentisch, lebensnah und aktuell, voller Romantik und Nostalgie, mitreißender Musik und Humor. Er nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch das ganze Land – von Havanna, der faszinierend facettenreichen Hauptstadt, bis in die entlegensten Regionen im Osten der Insel, in die sich nur selten ein Reisender verirrt. Dabei ist er stets nah dran an den Kubanern, deren Lebensfreude und Zuversicht trotz großer politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen ungebrochen scheinen. Eine Frage beschäftigt ihn dabei besonders: Könnte es einen funktionierenden Mittelweg zwischen Kommunismus und Kapitalismus geben? Lassen sich eine teilweise deregulierte Privatwirtschaft und eine straff gelenkte Staatswirtschaft miteinander kombinieren? Eine Reportage die zum Nachdenken anregt, ungeschminkt offen und ehrlich.